Montag, Oktober 30, 2006

Russian Trip

Nachdem Stephan und Yvonne Stockholm am letzten Montag wieder verlassen haben (Fotos von ihrem (verregneten) Aufenthalt werden folgen) gings auf den sehnlichst erwarteten Russian Trip, der wie folgt geplant war: Tallinn - Moskau - St.Petersburg - Helsinki - Stockholm. Per Schiff gings also um 5 Uhr Abends zusammen mit gegen 60 weiteren Studenten aus Stockholm, Bergen und Kopenhagen Richtung Tallinn.


French Ladies - Latifa und Sandra - auf dem Marktplatz von Tallinn


Altstadt von Tallinn

Nach kurzem Besichtigung der schönen Altstadt von Tallinn gings mit dem Zug weiter nach Moskau (16 Stunden). Obwohl wir von der Reiseleitung vor Russland in Allgemeinen und Moskau im Speziellen vorgewarnt wurden, waren die naechsten zwei Tage fuer mich persoenlich ein kleiner Schock. Schon im Zug wurden wir von den russischen Grenzwaechtern nach Drogen, Waffen und dergleichen durchsucht - wobei dabei nicht eben zimperlich vorgegangen wurde. Gerade die Frauen mussten da wohl ein bisschen unten durch... Jedenfalls konnten dann schlussendlich alle nach Russland einreisen (obwohl mein Pass nur noch 5 Monate gueltig ist - verlangt sind 6 - klappte es dann doch noch) - den russisch Kenntnissen von einem unserer Reisefuehrer Marko sei dank. Danach starteten wir mit der ersten Party - konnten uns ja nicht die Stimmung verderben lassen.

In Moskau angekommen gings per Bus auf eine erste Stadtbesichtigung - schon noch Eindruecklich diese 13-Millionen City. Aber wie nicht anderst anzunehmen nicht vergleichbar mit westlichen Staedten. Keiner (wirklich niemand...) spricht englisch - total anderst als in Stockholm - dies machte die Sache natuerlich nicht einfacher. Zudem ist die kommunistische Vergangenheit schon noch allgegenwaertig - ueberall Lenin Statuen, riesige representative Gebaeude und Leute die Aussehen, als waeren sie in den 80 Jahren stecken geblieben. Kein Wunder wurden wir von den Moskauern zum Teil recht argwoehnisch gemustert, dass es einem recht mulmig werden konnte. Was mich aber wirklich positiv ueberrascht hat und wohl auch eines der wenigen positiven Ueberbleibsel des Kommunismus ist, ist die Metro in Moskau. Habe also wirklich noch nie so prachtvolle Stationen gesehen - nur schon das eine Attraktion fuer sich selbst. Zudem mit ueber 8 Million Passagieren taeglich mit mehr Betrieb als New York oder London - und das mit einer beachtlichen Effizienz.

Am zweiten Tag gings dann auf eingene Faust in die Stadt - das volle Touri Programm: Kremel, roter Platz, Lenin Mousolenum (obwohl wir dort nicht mehr rein konnten - waren wohl ein bischen zu lange unterwegs am Abend zuvor... - hatten dort die zweite Begegnung mit der russischen Stadtsgewalt und hatten Glueck dass wir zwei Russen irgendwo aufgegabelt haben. Haetten ansonsten wohl kraeftig Schmiergeld abliefern muessen ), etc. - wirklich sehr nett. Ist natuerlich auch alles touristisch ausgeschlachtet - geht man mal in eine Seitengasse, siehts sofort ganz anderst aus.


Einigen kann mans wohl nie recht machen - Hermi, gelangweilt, obwohl rechts Kremel und Lenin Mausolenum, hinter ihm der rote Platz und vor ihm die bekannte Basilius Kathedrale.


Antonio, Andreas, Pablo und meine Wenigkeit am Posen vor dem Roten Platz


Erlöserkatedrale - wurde erst 1999 wieder errichtet, nachdem sie 1931 von Stalin in die Luft gesprengt worden war und danach lange Zeit ein Schwimmbad an der Stelle stand. Recht prunkvolle Sache...


Moskauer Uni - so gegen 40000 Studenten...

Von Moskau gings abermals mit dem Zug nach St.Petersburg - fast wie eine andere Welt. Viel europaeischer gepraegt, nicht nur kyrilische Schriftzeichen, Leute die wirklich englisch sprechen koennen und auch nicht so gross wie die Hauptstadt. Waere das Wetter nicht so schlecht gewesen, es haette wirklich nichts zu beanstanden gegeben. Wiederum hatten wir nach der Ankunft einen Bustour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wiederum ein Hotel das fast keine Wuensche offen lies. Da das Wetter waehrend den drei Tagen in St.Petersburg wirklich mies war, entschieden wir uns, halt das Nachtleben ein bisschen ausgiebiger auszuchecken - man kann also sagen, nicht schlecht.



Ehemaliger Winterpalast des Zaren - heute ist das bekannte Hermitag Museum darin untergebracht

Eigentlich lief in Russland alles ziemlich rund: keine Festnahmen und auch keine (Organ-) Diebstaehle zu beklagen. Bis wir im Zug nach Helsinki sassen - zwei Kanadier haetten wohl den einen oder anderen Wodka Shot besser stehen lassen... Jedenfalls verschliefen sie die Abfahrt und wir koennen nur hoffen, dass sie es schaffen vor Ablauf des Visas das Land zu verlassen...


Naechsters Reisezeil und Abschluss unserer Reise war Helsinki - diesmal nur knapp 6 Stunden mit dem Zug. Dort hatten wir nur knapp 5 Stunden Aufenthalt, konnten die Stadt also nur kurz besichtigen. Grundsaetzlich wirklich schoen, jedoch nicht zu vergleichen mit St.Petersburg oder Moskau


Hafen in Helsinki - rechts: eine der wenigen Sehenswuerdigkeiten - jedoch nach den prunkvollen Bautenvon St.Petersburg eher entaeuschend...

Tja, das wars dann auch schon wieder - heute um 10 Uhr morgens sind wir wieder in Stockholm eingelaufen. Beladen mit Wodka und russischem Kaviar, um einige Rubel aermer aber auch um lustigen Erinnerung und Erlebnisse reicher...

Lebenszeichen

Ja ich weiss, eigentlich muesste der Titel meines Blogs wohl eher "Stockholm Monthly News" heissen - wurde auch schon des oefteren darauf hingewiesen... Darum mal wieder ein paar News aus dem hohen Norden. Wie ihr euch ja denken koennt hat sich das Leben hier mehr oder weniger eingependelt. Man kennt die Stadt und die Leute, hat seine Kollegen, geht mal auf einen Trip usw. Nicht mehr ganz so spannend wie am Anfang - trotzdem aber immer noch eine super Zeit. Zudem entdeckt man halt so Kleinigkeiten, wie ein nettes Kaffe, eine billige Pizzeria oder einen guten Club.



Wie ich schon mal kurz angedeutet habe, nehmes die Leute hier an der SSE nicht ganz so locker - so kam es dann wie es wohl kommen musste, richtig stressig gegen Ende des ersten Terms. Hab sogar die Wochenenden im PC Lab verbracht - das gabs in St.Gallen auch nie. Letzte Woche ging der erste Term offiziell zu Ende - das wurde dann mit der ein oder anderen Party gebuehrend gefeiert. Denn obwohl wir hier wirklich mal was leisten muessen lassens wir uns natuerlich nicht nehmen, an den Wochenenden durch Stockholm zu ziehen.



Antonio und Karin ..................................... Christoph, Latifa und ich

Von Zeit zu Zeit werden wir durch Besuch aus dem Sueden ein bisschen aus dem Alltagstrott gerissen. So liessen es sich meine Eltern und zwei gute Kollegen nicht nehmen, mich in Stockholm zu besuchen - dann heisst es dann jeweils ein bisschen Tourguide spielen und die Stadt von Neuem erkundschaften. Aber auch andere Leute aus Frankreich, der Schweiz oder Daenemark geben sich die Ehre - ist also immer ein kommen und gehen.


Eines der Ausflugsziele - Fernsehturm von Stockholm mit guter Sicht ueber die ganze Stadt. Meine Mutter wie immer bei bester Laune :-)


Kolleginnen von Latifa beim Schoggi-Fondue

Samstag, September 23, 2006

Endlich online

Geschlagene vier Woche zogen ins Land bis ich in meinem Raum endlich einen Internetanschluss hatte... Tele2, der oertliche Anbieter, hat meinen ganzen PC, den Anschluss, etc. durchgecheckt um mir am Schluss mitzuteilen, dass mein Verbindungskabel nicht das richtige sei- was!!!! - ging ich also in die Stadt um mir ein anderes zu kaufen - und siehe da, als haette es nie ein Problem gegeben! Also wenn mir dieser Dilletant von einem PC Haendler der mir das erste Kabel verkaufte noch einmal ueber den Weg laufen sollte, haelt mich besser jemand zurueck - garantieren kann ich dann jedenfalls für nichts mehr! Will mich ja nicht von aller Schuld freisprechen, doch das mir jemand ein Kabel verkauft, mit dem man gut zwei Workstations zusammenschliessen, jedoch sicherlich nicht online gehen kann, kann man ja wirklich nicht erwarten.

Montag, September 11, 2006

Birka Cruise




Dieses Wochenende gings auf eine 22-Stunden Kreuzfahrt nach Mariehamn (Finnland). Ziel des Ausflugs war es eigentlich im internationalen Gewaesser billigen Alkohol zu kaufen und durchzufeiern. Weahrend das erste Vorhaben umgesetzt werden konnte, mussten wir enttauscht zu Kenntins nehmen, dass das mit dem Durchfeiern nicht so richtig durchgezogen werden konnte. Grund dafuer war, dass unserer Schule, bzw. das Exchange Committee, uns auf der Birka anmeldete - besonders beliebt bei Senioren und Familien... Tja, war dann halt die Party um drei Uhr morgens schon fertig - und auch sonst war die Stimmung nicht wie von uns vermutet und erhofft! Wenigstens entschaedigte das schoene Wetter und die herrliche Landschaft fuer das Verpasste.


Wie uns im Nachhinein erklaert wurde ist v.a. die Viking Line bei der Stockholmer Jugend beliebt fuer Ausfluege nach Finnland - haben uns fest vorgenommen, das naechste Mal bei denen an Bord zu gehen...!

Montag, September 04, 2006

Josefine Whalsten

letzten Samstag gabs das grosse Welcome Dinner an der Stockholm School of Economics - alles pickfein, mit Anzug und so. Da ich den Anzug, zwecks Reduktion des Uebergewichts, am Flughafen jedoch aus dem Gepaeck genommen hatte, musste ich also einen neuen kaufen... War zwar nicht in meiem Budget vorgesehen, brauchen kann ich ihn wohl in Zukunft aber schon!

Jedenfalls wurden uns bei dieser Gelegenheit auch unsere Buddies vorgestellt - wuerde sagen, habs mit meinem - Josefine Whalsten - gar nicht so schlecht getroffen. Nachdem ich mal kurz ihren Namen gegoogelt habe, stellt sich heraus, das sie in Schweden wohl so einen kleine Beruehmtheit ist. War in ihrer Jugend Mitglied einer sehr erfolgreichen Girlgroup, spielte in verschiedenen Filmen mit, ist Chefin einer sehr guten Cheerleader-Gruppe, etc. - Jedenfalls ist sie mir recht sympatisch ruebergekommen (denke zwar, dass nach dem Apero, dem Weisswein und den vielen Schnaepsen - das ist Tradition in Schweden (singen und trinken), so grundsaetzlich jede sympatisch vorgekommen waere...)!

Tja, beurteilt selbst!

Sonntag, September 03, 2006

Some impressions from Stockholm

da ich bis anhin noch nicht die Zeit fand Stockholm ausgiebig zu erkunden, habe ich auch nur einige weinige Fotos gemacht - weitere werden aber mit Sicherheit folgen!

Koenglicher Palast auf Gamla Stan

Mit ueber 600 Zimmer ist der koenigliche Palast in Stockholm der groesste Palast der Welt - noch heute die Residenz von Koenig Calr XVI Gustav. Der Bau des Palastes dauerte ganze 57 Jahre, von 1697 bis 1754 und war das groesste Bauprojekt dieser Zeit (vorgesehen war soviel ich weiss eine Bauzeit von 6 Jahren...)

Koeniglicher Palast in Drottninggatan

An einem schoenen Nachmittag sind wir per Schiff nach Drottninggatan gefahren, eine weitere Residenz der koeniglichen Familien und einer der touristischen Attraktionen von Stockholm. Kommt wohl nicht ganz an Versailles ran, ist jedoch trotzdem ganz gut gelungen!

Altstadt von Stockholm, Gamla Stan

Die Altstadt von Stockholm, auf der Insel Gamla Stan gelegen, erinnert stark an die von Luzern. Viele verwinkelte Gassen, kleine Kaffes, verschiedene Gallerien und Massen von Touristen. Sehr schoen zum herumschlaendern und Fika zu machen...

City Hall

Errichtet zwischen 1911-1923 nach den Entwuerfen von Ragnar Oestberg. Eines der bekanntesten Gebaude Schwedens und Wahrzeichen von Stockholm. Gebaut aus ueber 8 Mio. Ziegelsteinen und soviel ich weiss Nobel-Preis-Verleihungs-Location.

http://www2.stockholm.se/cityhall/index.htm

Lappkaerrsberget



Ziel war es ja eigentlich, moeglichst im Zentrum von Stockholm eine Bleibe fuer meinen Aufenthalt zu finden - zugeteilt wurde ich nach Lappis, einer Studentensiedlung etwa 20 min ausserhalb von Stockholm. Auf den ersten Blick nicht so erprickelnd, im nachhinein wohl aber gar nicht so schlecht. Zum einen sind die Mieten bedeuten tiefer als in vergleichbaren Unterkuenften in der City, zum anderen finden die meisten Studentenpartys gleich vor der Haustuer statt. Trotzdem gibt es so manches, das mich auf 180 bringt - seit 2 Wochen warte ich nun auf einen Internetanschluss im Zimmer und auch mit der versprochenen Reparatur der Dusche laesst sich die Hausverwaltung Zeit.

Vorsaetze

Zu meinen verschiedenen Vorhaben hier in Stockholm:

Wie gross angekuendigt bin ich nun seit zwei Wochen Nichtraucher. War eigentlich gar nicht so schwer - der schwedische Umgang mit dem Rauchen erleichterte diesen Schritt ungemein! Da sowieso in keinem oeffentlichen Gebaeude, Club oder Bar geraucht werden kann, kommt man auch nicht so haeufig auf falsche Gedanken - bin aber trotzdem der Meinung, dass es eine reife Leistung von mir ist...!


Auch das Vorhaben wieder etwas mehr fuer meine koerperliche Fitness zu tun ist auf dem besten Weg umgesetzt zu werden - Sportschuhe sind gekauft, naechste Woche wird mit dem Trainingsprogramm gestartet!

Das mit dem Salsa ist ein bisschen im Sand verlaufen. Obwohl ich ja eigentlich vor hatte, in Stockholm den einen oder anderen Kurs zu besuchen, wird damit wohl nichts!


SSE - Stockholm School of Economics



Vielleicht mal kurz was zur Uni wo ich studiere - geplant war eigentlich, diesen Austausch locker anzugehen und nach den vier harten Jahren an der Uni St.Gallen hier mal ein bisschen die Beine baumeln zu lassen! Tja, das war der Plan, die Realitaet sieht dann wohl doch anderst aus. Da sich die SSE als beste Uni in Skandinavien sieht (und dies auch immer wieder kund tut - kommt mir irgendwie bekannt vor...) muessen natuerlich auch die Studenten diesem Anspruch gerecht werden. Das sieht dann so aus, dass wir in einem Kurs in den ersten 8 Wochen vier Papers abgeben muessen... aber eben, ist man sich ja schon fast gewohnt - sonst passt es schon. Was ich bis jetzt so mitbekommen habe, ist das Niveau nicht all zu hoch und auch die ca. 14 Wochenstunden sollten zu meistern sein. Auch sonst erinnert mich hier doch so einiges an St.Gallen - reiche und sehr zielstrebige Knittis mit grosser Klappe und ein bisschen ein elitaeres Getue - wie gesagt, als erste Business School von Schweden mit grossen Tradition und super Ranking ist man halt schon etwas besonderes!

Nebst den obligatorischen Kursen "Sustainable Management" und "Social Innovation & Entrepreneurship" versuch ich durch den Besuch des Basic-Swedish Course meine sprachlichen Defizite ein bisschen aufzuarbeiten - muss jedoch zugeben, dies gelingt mir nur sehr bedingt. Werden ja sehen, ob sich dies in Zukunft noch aendern wird.

wenns interessiert - www.hhs.se

Dienstag, August 29, 2006

Adresse in Stockholm

Wollte noch kurz die neue Adresse durchgeben...

Michael Schwander
Forskarbacken 2, Rum 020
104 05 Stockholm

Natel: 0046 73 788 74 36

Sonntag, August 27, 2006

Zwischenbericht...

Nachdem ich nun schon gut eine Woche in Stockholm bin, waere es wohl an der Zeit mal einen kurzen Zwischenbericht zu geben. Da es die Uni jedoch bis anhin nicht geschafft hat, das Internet in meiner Zimmer aufzuschalten, ich also fuer jede Minute zahlen darf, muss ich den interessierten Leser ein weiters Mal vertroesten. Verspreche jedoch, dies so schnell wie moeglich nachzuholen...