Russian Trip
Nachdem Stephan und Yvonne Stockholm am letzten Montag wieder verlassen haben (Fotos von ihrem (verregneten) Aufenthalt werden folgen) gings auf den sehnlichst erwarteten Russian Trip, der wie folgt geplant war: Tallinn - Moskau - St.Petersburg - Helsinki - Stockholm. Per Schiff gings also um 5 Uhr Abends zusammen mit gegen 60 weiteren Studenten aus Stockholm, Bergen und Kopenhagen Richtung Tallinn.
French Ladies - Latifa und Sandra - auf dem Marktplatz von Tallinn

Altstadt von Tallinn
Nach kurzem Besichtigung der schönen Altstadt von Tallinn gings mit dem Zug weiter nach Moskau (16 Stunden). Obwohl wir von der Reiseleitung vor Russland in Allgemeinen und Moskau im Speziellen vorgewarnt wurden, waren die naechsten zwei Tage fuer mich persoenlich ein kleiner Schock. Schon im Zug wurden wir von den russischen Grenzwaechtern nach Drogen, Waffen und dergleichen durchsucht - wobei dabei nicht eben zimperlich vorgegangen wurde. Gerade die Frauen mussten da wohl ein bisschen unten durch... Jedenfalls konnten dann schlussendlich alle nach Russland einreisen (obwohl mein Pass nur noch 5 Monate gueltig ist - verlangt sind 6 - klappte es dann doch noch) - den russisch Kenntnissen von einem unserer Reisefuehrer Marko sei dank. Danach starteten wir mit der ersten Party - konnten uns ja nicht die Stimmung verderben lassen.
In Moskau angekommen gings per Bus auf eine erste Stadtbesichtigung - schon noch Eindruecklich diese 13-Millionen City. Aber wie nicht anderst anzunehmen nicht vergleichbar mit westlichen Staedten. Keiner (wirklich niemand...) spricht englisch - total anderst als in Stockholm - dies machte die Sache natuerlich nicht einfacher. Zudem ist die kommunistische Vergangenheit schon noch allgegenwaertig - ueberall Lenin Statuen, riesige representative Gebaeude und Leute die Aussehen, als waeren sie in den 80 Jahren stecken geblieben. Kein Wunder wurden wir von den Moskauern zum Teil recht argwoehnisch gemustert, dass es einem recht mulmig werden konnte. Was mich aber wirklich positiv ueberrascht hat und wohl auch eines der wenigen positiven Ueberbleibsel des Kommunismus ist, ist die Metro in Moskau. Habe also wirklich noch nie so prachtvolle Stationen gesehen - nur schon das eine Attraktion fuer sich selbst. Zudem mit ueber 8 Million Passagieren taeglich mit mehr Betrieb als New York oder London - und das mit einer beachtlichen Effizienz.
Am zweiten Tag gings dann auf eingene Faust in die Stadt - das volle Touri Programm: Kremel, roter Platz, Lenin Mousolenum (obwohl wir dort nicht mehr rein konnten - waren wohl ein bischen zu lange unterwegs am Abend zuvor... - hatten dort die zweite Begegnung mit der russischen Stadtsgewalt und hatten Glueck dass wir zwei Russen irgendwo aufgegabelt haben. Haetten ansonsten wohl kraeftig Schmiergeld abliefern muessen ), etc. - wirklich sehr nett. Ist natuerlich auch alles touristisch ausgeschlachtet - geht man mal in eine Seitengasse, siehts sofort ganz anderst aus.

Einigen kann mans wohl nie recht machen - Hermi, gelangweilt, obwohl rechts Kremel und Lenin Mausolenum, hinter ihm der rote Platz und vor ihm die bekannte Basilius Kathedrale.

Antonio, Andreas, Pablo und meine Wenigkeit am Posen vor dem Roten Platz

Erlöserkatedrale - wurde erst 1999 wieder errichtet, nachdem sie 1931 von Stalin in die Luft gesprengt worden war und danach lange Zeit ein Schwimmbad an der Stelle stand. Recht prunkvolle Sache...

Moskauer Uni - so gegen 40000 Studenten...
Von Moskau gings abermals mit dem Zug nach St.Petersburg - fast wie eine andere Welt. Viel europaeischer gepraegt, nicht nur kyrilische Schriftzeichen, Leute die wirklich englisch sprechen koennen und auch nicht so gross wie die Hauptstadt. Waere das Wetter nicht so schlecht gewesen, es haette wirklich nichts zu beanstanden gegeben. Wiederum hatten wir nach der Ankunft einen Bustour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wiederum ein Hotel das fast keine Wuensche offen lies. Da das Wetter waehrend den drei Tagen in St.Petersburg wirklich mies war, entschieden wir uns, halt das Nachtleben ein bisschen ausgiebiger auszuchecken - man kann also sagen, nicht schlecht.


Ehemaliger Winterpalast des Zaren - heute ist das bekannte Hermitag Museum darin untergebracht
Eigentlich lief in Russland alles ziemlich rund: keine Festnahmen und auch keine (Organ-) Diebstaehle zu beklagen. Bis wir im Zug nach Helsinki sassen - zwei Kanadier haetten wohl den einen oder anderen Wodka Shot besser stehen lassen... Jedenfalls verschliefen sie die Abfahrt und wir koennen nur hoffen, dass sie es schaffen vor Ablauf des Visas das Land zu verlassen...
Naechsters Reisezeil und Abschluss unserer Reise war Helsinki - diesmal nur knapp 6 Stunden mit dem Zug. Dort hatten wir nur knapp 5 Stunden Aufenthalt, konnten die Stadt also nur kurz besichtigen. Grundsaetzlich wirklich schoen, jedoch nicht zu vergleichen mit St.Petersburg oder Moskau

Hafen in Helsinki - rechts: eine der wenigen Sehenswuerdigkeiten - jedoch nach den prunkvollen Bautenvon St.Petersburg eher entaeuschend...
Tja, das wars dann auch schon wieder - heute um 10 Uhr morgens sind wir wieder in Stockholm eingelaufen. Beladen mit Wodka und russischem Kaviar, um einige Rubel aermer aber auch um lustigen Erinnerung und Erlebnisse reicher...

2 Comments:
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See you.
NSU - 4ever, 5210 - rulez
mudila
mudila
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